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Historisches
Der Spitzhammer
ist ein Werkzeug mit dem sich Gesteine manuell bearbeiten lassen. Spitzhämmer werden von Dachdeckern, Steinmetzen, Bergleuten und Geologen verwendet. Spitzhämmer befinden sich in zahlreichen Ortswappen und dieses Werkzeug trägt bei den Freimaurern als erstes Werkzeug eines Lehrlings eine besondere Symbolik.
Der Spitzhammer der Steinmetzen oder Steinhauer dient der groben Bearbeitung der Steinflächen. Er dürfte etwa zwei bis drei Kilogramm wiegen und ist ein meißelförmiges Hammerwerkzeug und einseitig oder beidseitig (Zweispitz) mit einer Spitze versehen. Der Einsatz von Spitzhämmern ist seit der griechischen Antike bekannt und seit Römerzeit durch Funde in Marmor-Steinbrüchen nachgewiesen. Heute kommt dieses Werkzeug bei der handwerkliche Steinbearbeitung zum Einsatz, da formgeebende Steinoberflächen durch Steinsägen hergestellt werden.
Weiterentwicklung des Spitzhammers zur Spitzfläche
Eine Spitzfläche  ist ein Steinmetzwerkzeug, das vor allem im Mittelalter verwendet  wurde. Die Spitzfläche wird  beidhändig geführt. Die Werkzeugspitze  wurde für das Einebnen rauer  Flächen benutzt und die beilähnliche,  senkrechte Schneide zum weiteren Glätten. Das  Werkzeug kombiniert die  Funktion von Zweispitz bzw. Spitzhammer und Glattfläche. Sein Einsatz  kann durch Drehen in den Händen schnell abgeändert werden.
Es handelt sich um ein Werkzeug für die Bearbeitung von Weichgestein.
In der Symbolik irrtümlich verwendete Exponate, z.B.:

- Maurerhammer, rheinische Form
- Kreuzhacke, Flachspitzhacke

Der Maurerhammer ist ein spezieller Hammer, mit dem Maurer Steine formgerecht zuschlagen. Dies geschieht mit der scharfen   waagerechten Kante an der hinteren Seite des Hammerkopfes. Diese Kante   zeichnet den Maurerhammer aus. Die Bahn des Hammerkopfes gleicht der   eines Zimmermannshammers, mit dem man ausschließlich Nägel einschlägt.

Die Kreuzhacke, auch Flachspitzhacke oder Flachkreuzhacke  genannt, umgangssprachlich als „Spitzhacke“ schlechthin bezeichnet, ist  eine Hacke mit zwei unterschiedlich ausgeformten Blättern: Als  Mischform aus Pickel und Hacke ist das eine Blatt (mehr oder minder) spitz ausgeformt,   während das andere Blatt ein quer bzw. waagerecht geschäftetes,  abgeflachtes Hackenblatt bildet, das in einer flachen Schneide ausläuft. Die Kreuzhacke wird  vor allem im Erdbau und im Tiefbau zum Lösen von steinigen und  geröllhaltigen Böden eingesetzt.
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